Aktuelles / Chronik

Januar 2021

Nach der Ankuft der Achsen der MD2 Nr. 12005 lag es nahe, diese mit der Lok zu "verheiraten". Das war Dank der durchdachten Konstruktion dieser Maschine weitaus einfacher als bei den RL1-Typen: dort ist es immer ein Geduldsspiel, die schweren Achsen in die richtige Position zu bringen, in der sie "einfädeln". Bei der MD2 wird die Position der Lager durch beigelegte Bleche fixiert. Da diese erst zum Schluss nach dem Spannen der Ketten eingeschoben werden, ist davor reichlich Spiel für die Achslager vorhanden. Nachteilig ist nur, dass die Bleche, wenn sie einmal zu rosten beginnen, die Lagergehäuse in den Führungen nahezu unlösbar einklemmen, ein Umstand, der den Ausbau der Achsen der "12005" sehr erschwerte. Da drei der vier Evolutfedern gebrochen waren, wurden alle nach historischem Vorbild in bewährter Qualität von den Federnwerken Bischoff in Sangerhausen neu produziert. Nach dem Absenken der Lok auf die neuen Federn und dem Einbau der Gewindebolzen, die die Führungen unten schließen, kann nun das Bremsgestänge montiert werden.
Die Bremse der RL1c Nr. 8216 musste noch von 750mm auf 600mm umgebaut werden. Dazu waren die völlig festgerosteten Bremsklötze beweglich zu machen, was nur, aber immerhin doch, mit roher Gewalt gelang. Außerdem mussten im Gestänge neue Bohrungen für 600mm ausgeführt werden, da dieses ausschließelich für 750mm ausgelegt und ein Umspuren durch Umstecken oder Umdrehen nicht vorbereitet war wie bei anderen Loktypen. Eine Bremsprobe nach dem "roll out" aus der Werkstatt bestätigte die einwandfreie Funktion.

 

 

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